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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 62,104 NUN VOLGT NOCH AIN LIED, VONAINER VISCHERIN, INNS HALLERSDONN.

Nun hörtt, ir lierren all geleich,

5 Wie yetz bey Wien in Österreich

Vier mord seind geschehennVon ainer schönen 'vischerin zartt!

Daz will ich euch veryehen,

Veryehen. ' , J.

10 Ir man nach vischenn gefaren war,

Als man must pringenn karpffenn dar,

In der Thonaw mocht man kain vinden. OS

Ein wasser ist ist nit weitt daruon,

Da gän guett karpffen inne,

15 Ja Inne.

Sy maintt, ir man belib die nacht auß,

Drey studentten lud sy in ir hauß,

Den gab sy essenn vnd trincken.

Als offt ir ainer geuallen thett,

20 Dem thett sy frainttlich wincken,

Ja wincken.

Das trib sy, biß es mitte nacht war.

Ir man der kam gefaren dar.

Daz frelin trib kurtzweyle.

25 Der man am hauß thett klopffenn an.

Nun stee du auff mit eyle,

Mitt eyle!

1. Über die verschiedenen behandlungen dieses Stoffes s. meine einleitungzum roman des sept sages s. ccxxiij. Bixhelers Diocletian, einleitung s. 61.13, ? waßer ist nit.