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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
298
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Cgm. 713 1 *, 57. Hs. 59, 107 VON EINEM PLINTEN.

Ich wil euch sagen, das ist war,

Es sein mere, dan zcehen Jar,

Das ich hört sagen mer,

5 Wie das es eynst were

Ein plinter, der hette ein schons weip,Die was ym liep, als sein eygenn leip.Sie was hübsch vnd wol gestaltYnd was dartzu auch nit sere alt.

Cgm.713 4 , 57i>Für war, were sie hette gesehen,

Der mußt mit mir die warheit iehen,Das sie was hübsch vnd wol gemut.Nun forchtet der selbige plint gutAlso sere, das icht ein ander man15 Wurde zu seinem weybe gann.

Er gedacht yn..seinem mute:

Ich wil sie haben an guter hüte,

Das mir sie nyemant neme,

Vnd wil sie nemen yn einem zceine.

20 Zcu nacht, als er zu pette ging,

Ein eisene halffter er do fingVnd sloß ir beyde pein darein;

Domit solte sie besorget sein.

Am morgen frue, do anprach der tag,25 (Nun mercket eben, was ich sag!)

Auß den panden er sie sloß.

Sein sorg die was gar groß,

Ynd gedacht yn seinem mute:

Hs. 59,107b Ach, her gote, durch dein gute,

30 Wie ich verlure mein schönes weip,