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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
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296
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Ir mocht leicht vmb ein hör.

Ir seyt es myra hern zwar.

Nu magt euch bald hinwyder!

Der her sas mit lenger syder,

5 Er sweig stiller, dann ein maus,

Bis er wider kam in das haußIn die kemnaten.

Du hast mich verratten.

Sie lacht vnd sprach: wie?

10 Er antwort wider sie:

Daß wil ich dir sagen.

Ich bin ser geslagen' Von vnserm schreyber.

Er meint auch der mer,

15 Das du es weist, libes weyp!

Er schalt vnd slug myn leypYnd swur do bey in großer not,

Er wolt e kysen den tot,

E er des wol gedencken,

Hs. 2, 126 Das er dich wolt krencken

An ern durch den willen myn.

Ich wil jm dester holder sein.

Ich wil jm leyhen vnd geben,

Die weil ich vmmer han das leben,25 Wie ser er mich geslagen hat.

Die fraw sprach: sein wirt gut rot.Euch geniset wol der leyp,

E das ir nempt eyn ander weyp.Die red geschach in schimpft.

30 Doch jn dem glimpff

Beleih der schreyber doYnd manick lang weil so.

Die red erging als eyn snuer.

Ob im dar nach ich widerfur,

35 Als noch von obentewr geschieht,

Des kan ich euch gesagen nicht.

An eyn schaden den klag ich,

4. ? nit, 15,? wärest.