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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 62, 74b25

23. ?

Da sach er, daz sein thür waz offen,

Vnd fand sein weil) am dennen sclilaffenn.Erst ward er zu im selber yelien:

Wer batt selch wunder ye gesehenn?

Was teufels hätt mich nacht besessen,

Daz ich meins hauß hett also vergessen?Daz mag ich wol zu wunder sagen,

Daz ich daruon kam vngeschlagen.

Die fraw begund zu schnarchen seer,

Sam sy vast starck entschlaffen wer,

In ainein schweren träume tüeff.

Gar hiipschlich ir der man auff rüefft.

Die fraw erwacht vnd sach in an.

Vnd sprach zu im: du trunckner man!

Die gantze nacht hab ich dein gwarttVnd dein besorgtt also hartt.

Der man der sprach: o liebs mein weib,

Ja westestu, wie ich mein leibSchier auff den fleischbanck hett gegebenn,Vnd kam daruon kaum mit dem lebenn!Dann daz du mir on allen spottSelb frid erworben hast vmb gott,

Daz ich dich will fürhin ergetzenn.

Wer sich kan baden vnd nit netzen,

Der vberlistett weibs gefeer,

Sprichtt Hans von Wurmbs Barbierer.

Des.

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