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Hs. 62, 74
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NUN VOLGT HERNACH VON AINEMTRUNCKNEN MAN, WIE IN SEINWEIB TIIETT VBERREDEN, ER WERYNRECIIT GANGEN. 1524.
Nun hört ain kiirtzwe.il , die sich macht
Zu ainei’ zeitt auff ain nacht
Von ainem schön vnd stoltzen weih.
Nach wünsch geschickt waz ir leib.
Ir man der waz ain trincker polt.
Darumb ward sy im nie recht hold.
Ir hertz sich zu ainen Jüngling naigt,
Gen dem sy sich mit vleyß erzaigt,
Vnd batt in, daz er nit vergeß,
Vnd wann ir man zum wein dörtt seß,
So sölt er häimlich zu ir kommen.
Der Jüngling hett daz wol vernomen.
Ains nachts der man zum wein dort soff.Der iungling sich im hauß verschloffVnd legt sich zu ir an daz betthVnd ward vil süesser wortt geredtt,
Vnd auch manch fraintlichs vmbefahen,Liebkosen, lachen, zanck vnd zachenWaz da ir arbaitt dise nacht.
Vnd waz sich sunst darneben macht,
Daz mag ain yeder selbs verstau.
Indem ir man zum hauß ward gan.
Er klopffett: sy erschracken seer.
Da sprach die fraw: volg meiner leer!
Ain scheitt ich auffher tragenn hab.
Da rumpel mit die stieg hinab