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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Auff stund sie vnd der schreyberVnd tetten sich snellich an.

Die magd sagt ir, was sie het gethan,

Wy ir her vnd ir bruder kummen was5 Vnd alles bey dem herd sas.

Der stadel zu haut erleschet ward.

Die fraw auch des nit lenger spart,

Gar trawrlich sie in das haus ging,

Den wirt vnd irn bruder sie enpfing.

10 Der ein bruder sprach also:

Wie bist du so vnfro?

Hs.2, 190° Sie sprach: das wil got also han.

Sie begond wider in das haus gan.

Der schreyber liet sich an bereyt,

15 Die cleyder schir an sich geleyt.

Der wirt sprach: her gast, wer hat euch gewecht?Jr mügt wol sein erschrechet.

Entrewn, sprach der schreyber,

Diß seint seltzeme mer,

20 Das ich so ser gesloffen han,

Das diß fewr ist alles erganVnd diß fewr ist gemachetYnd das ich nit bin erwachet.

Do sprach der Schreiber aber sant:

25 Got hat euch her gesant.

Der wirt sprach zu dem schreyber:

Vil lieber gast, nu seczt eüch her!

Der schreyber must sich seczen.

Do wolt er in des schrecken ergeczen.

30 Drey tag bat er in zu haüs,

Das er mit im reyt ein vnd aus,

Das er in nyndert wolt Ion.

Die edel fraw wol gethan

An dem dritten tag zu dem schreyber kam.

35 Er kust sie an irn roten munt.

Sie gab im mer, wenn sechsczig pfunt.

Sie sprach: über schreyber,

Jch bit euch, das ir dise mer