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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 105= DER RITTER MIT GEIZ.

Als mir ein rechte worheytDurch abentliewr wart geseyt,

An frawen legt man groß huet.

5 Doch vint man in irem muet

Also mangen spehen list,

Hs. 2,105'> Des doch guet zu lachen ist,

Wan etlich vor irem manJrs willen nit gefugen kan.

10 Das ist mir an manger kvnt.

Es was ein meyer zu einer stund,

Der liet eyn myunecklich weyp.

Wol gestelt was ir leyp.

Jr zen, ir bro man breysen sol.

15 Jr äugen stunden kurlich wol.

Jr heufei vnd ir wengleinDie gaben rosenlechten schein.

Jr nas vnd ir kynneStuenden wol zu mynne.

20 Lieht, lauter waz ir kel,

Jr brustlein klug vnd sinbel.

Jr arm waren weyß vnd planck.

Lint vnd hofflick lanckWaren ir die hendelein.

25 Das sie nit solt eyn greffin sein,

Das clag ich stille vnd offenbar.

Sie was so hübsch, so dar,

Jr lop het ich gebrufft bas,

Nue furcht ich hoher frawen has.

1. Eine etwas abweichende faßang steht in Hägens Gesammtabenteuer 2, 287.