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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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204
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Hs. 2,121b VON DER VBELN ADELHEID VND

IREM MAN.

In einem dorff was gesessen ein man,Als ich von jm vernomen han,

5 Der by sinen zyten

Nie kein guten tag gewan.

Das geschach von sinem wibe.

Sie swur by jrem libe,

Das sie nymer wolt werden gut.io Das be swert jm sinen mut.

Er was geheissen der gut margkart,(We jm, das er ye geborn wart!)

Vnd sie die übel adelheit.

Sie det jm verbrämt leyt.

Hs. 2,121c Eins tages sazzens ob dem fewr.

Der yrnps waz im tewr.

Er sprach: libe Adelheit,

Ist der yrnps it schir bereyt?

Gib vns zessen, das dir got Ion!

20 Es nahet schir die zeit der non.

Vnd wer es dein grymmiger tot,

Du enbeist do lang kein gebrot.

Du must noch heut vasten,

Biß dir dein äugen glasten.

25 Gut marckart het ein pfening,

Do mit schafft er sein ding.

Er wolt in daß dorff lauffenVnd im ein brot kauffen.

Do müest er sich e rauffen,

22. ? tälanc.