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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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' Also leb ich in grosser pein,

Kypplen, keyfen, zangken vnd greyn.

Daz treibt er den gantzen tagk.

Ynd daz mir stiirb der alte sack!

5 Nit mer von gott mein hertz begertt.

Doch ghieß ich vnßer frawen ferdAin wächßin man, als schwer er ist,

Das er mir stiirb in kurtzer frist.

Ich wölt in mit aim Jungen klagen,io Dem ich es schon hab dar geschlagen.

Die achtet sprach: daz ist zu erbarmen.

An freuden bistu wol ain arme.

Ich bin ains solchen überhaben.

Man gab mir ainen iimgen knaben,

15 Den hab ich nach meim willen zogen.

Der selbig der zeucht mir an den bogen,Als offt vnd dick als mich gelüst.

Gar offt er mich gar fraintlich kustYnd spricht mir also lieplich zu.

20 Bey im leb ich in gutter ru

Vnd treib mit im ain söllichs tenttenVnd zeucht vns die nacht auß den hendenSo gar mit also hüpschem treütten,

Biß daz der meßmer thutt früemeß leütten.25 So heben wir erst an zu schaffen.

Wer möcht ain solchen knaben straffen?Nun sprach die netindt gar traurigkleich:Ach lieber gott von himelreich,

Waz hab dann nun ich armes weib,

30 Daz du nit hast dem meinen leib

Auch beschertt ain solchen man,

Der mir auch also hett gethan?

Von meinem man hab ich souil,

Ich weiß sein weder end noch zil;

35 Vnd klaider also kosperleich

Schneidt er mir gnug, wann er ist reich,Vnd essen, trincken, was mich lust;

Wann daz er mich nit recht entuscht