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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Von irem herczen lieben man,

Der ir dez nachtes hett gepflegen.

Sye gab ym iren lieilgen segen.

Der Rytter nit lenger payt,

Hs. 2,55° Zue haut er von dannen reyt.

Dye jungfrauwe sleich jn ir feste,

Da sie ir kammern west,

Vnd legt sich nyeder vil stille.

Ergangen waz ir wille.

10 Sie gedacht ir hyn vnd her:

Wie ist mir mein gemiiet so swer,

Daz mir ieczunt gering waz,

Da ich bei meinem liebe jn dem graß!

Sye waz nicht so klueg,

15 Daz sie Avest, daz sie ein kynt trueg.

Als die jungen mayde alle seint,

Die dez ersten nicht wißen, ob sie tragen kynt,Also Avaz der selben mayd.

Ir geschach herczen leyd20 Hernach jn ktirczen tagen.

Sye Avart weynen vnd klagen,

Da sie dez kyndes in ir enpfant.

Vor leyde sie ir hende Avant.

Sye sprach: herre, dorch deinen dot,

25 Nue hebt sich jamer vnd not.

Eyns morgens begond sie Aveynen..

Ir mueter begond über ein zynnen laynenVnd sprach alda ir gebett.

Wie wol sie vernummen hett30 Ir dochter Aveynen vnd klagen,

Sye gedacht: du muest mirs sagen.

Irer dochter sie zue ir rieff.

Sye sweig vnd tet, alz sie sReffVnd alz sie ez nicht gehört hett.

Hs. 2,55i Die muetter gieng für ir pett.

Saga ane, waz seint deineAV lait,

Daz du so sere hast gekleyt,

Oder waz seint dein swerc?