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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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10 . -t

Mit ein ander sie da rietenVnd rieten aii den stvnden,

Da sie iren herren funden,

Vnd seyten ym die mere,

Wie es jn ergangen were,

Vnd gaben ym kleynot vnd brieff.Balde er da jn die kempnaten lieft'Vnd besach, waz an dem brieffe were.Dar an vand er guete mere.

Da er den brieffe gelaß,

Dez zyls er nicht vergaß,

Daz ym hett geben die mayt.Zergangen waz ym sein leyt,

Da er an dem brieffe Iiett vernummen,Daz er eins nachtcs dar solt kummenVnd daz sie sein wolt wartenIn irs vater pavmgarten.

Vff huebe er sich vnd reyt,

Da er vant die schönen mayt.

Er reit balde und harte.

Versperrt waz der garte.

Da saß sie vnder eynen bäum.

Sye entslieff; sie daücht jn dem travm,Wie er dar were kummen.

Sye hett vil recht vernummen,

Er klopfft leise an die töre.

Da gieng die schöne herftir.

Wer hat die tür gerüeretVnd mein slauff mir zurfüert?

Sye gieng tügentlichen darVnd name des ritters war.

Da sie hett vernummen daz,

Daz der rytter kummen waz,

Sye enpfieng jn vil schoneVnd truege uff eyn kröne feyn.

Sye hieß jn wilkum sein.

Genad, sprach er, jungfrauwe mein!

an dem briefe. 26. ? tür. 35. feyn zu tilgen.