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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 7«

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Hs. 2, 7d35

Daz man möge vmb greifen,

Gefcllen vnd gesleiffen,

Ez ist dein edele mynne.

Da saltu nymmer teil an gewynnen.

Mein mynne ist dir gar verseit.

Jungfrauwe, daz were mir leit.

So miist ich aber ligen tot.

Sie sprach: hungert dich, man geit dir ein brot.Mich hungert nicht, sammer der heileg crist,Sait du wol weist, waz mir ist,

Mir ist nach deiner mynne gach.

Sye sprach: da ist ein bot nach.

Dez boten wölt ich peiten gern.

Du kumpst leicht ee von pern,

Knabe, ee daz du erwürbde,

Daz ich dir holt würdeOder holt möcht gesein;

Ee muestue den reynBringen über den hoesten bergAn aller slacht hantwerck.

Eya, daz du so tumme bistVnd auch vil hast der list!

Ee daz due erwürbde,

Daz ich dir holt wurde,

Due muest ee verterben,

Vnd ließ dich ee sterben,

Vnd must auch vil schyerDrew wiltpret oder vierDurch eyner engen nadeln loch.

Erlaß mich, tore, deiner spehen sprüch nochVnd sweige vnd laß vns gehörn,

Wan du bist ein rechter tor.

Er sprach: mir ist alz eynem man,

Der heyl, glücke noch seiden nye gewan.

Manig man, der veret zue acker,

So ist manger so wacker,

Ez ist kein wynckel so kleyne,

Er ere stock vnd steyne;