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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 7

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Nun war vmb, edelü jungfrauwe ?

Nu wirt mir dicke zue schauwe.

Ich hau dez landes vil ervarn,

Alz ye keyn cristen gebarenDurch dich, jungfrauwen!

Dez mueß ich beschauwenGroß iamer dicke.

Jungfrauwen plickeIr mynnekleiches brauchen,

Ir pynden mit dem stauchen,

Sehen mit den äugen,

Her wieder wencken tavgen,

Mein stölcz abentgengeWurden mir, liep, nye zue lenge.

Ir kynder, wölt ir sweigen,

Ich wölt euch kürczweylen,

Wölt euch sein nit vertriessen,

Oder möcht ich sein gemessen,

Ich wölt euch sagen daz gebet,

Daz der jungling wieder die mait det,Von der vil zue sagen wereSelczemmer mere.

Nue habt ir alle wol vernomen,

Daz ich erste dar byn kummen,

Da ich die gesehen han,

Der ich ie waz vndertan.

Ach, hercz, sage vnd singeVon dem werden vrsprünge,

Von der allerschönsten jungfrauwen,So ichs ye könde geschauwen,

Zue der ich nyeder gesaß.

Eynen brieffe ich ir vor laß.

Der brieffe sprichet alsus:

Edele frauwe Venus,

Daz die liebe icht neme wonder,

Daz ich sie hett besunder!

Ach lieb vor allen weihen,

Du kanst mir leit vertreiben.