Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

67

Vncl seint zue allen rechten enwicht.

Ob daz mögelich möcht gesein,

Ich hett drewe schön döchterlein,

Ynd nympt eyne eynen man,

5 Gesieget der tot der selben an.

Er nympt die andern wol,

Daz er dar an keyn Sünde haben sol,

Ynd leyt ym auch die ander tot,

Die dritten er an synde nympt -vnd hat.io Von wem daz sei, daz mueß ich sagen,

Wan er mit der ersten wirt erslagen.

Nu verklagt ich mich selber gern

Vnd sullen mein kynde dem teuffei werden,

Sprach die pheffyn,

Hs. 2,22° Vnd ich ez dannoch tuen, dez byn ich ein effynHyn wieder sprach der phaffe:

Ich byn eyn rechter affe,

Daz ich dez morgens uff steenVnd mit gotes trost vmb geen20 Vnd erzeüge ym mein treuwe.

Owe, wie brich ich jn treuwe!

Eyn teil lege ich jn den wein,

Die ander zwey teil laß ich hie auß sein,

Daz die forme trinitat25 Gotes blut dorch ein ander gat.

Got vater, son vnd heiliger geistIn den dreyen steet ganczer volleist.

Wan ich den nyeßen sol,

Han ich sein nit verdienet wol,

30 Kumpt mir daz brot jn die kel,

Die gotheit ist wol so snelleBiz auch an den jüngsten tag,

Niemant vmb mich gebieten mag,

Daz laup, graß vnd grieße35 Alles engel hieße

Vnd wölten vmb mich bitten,

Dez bin ich leyder verschnyeten,

24. ? frone trinitat.

5 *