Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

7

5

Hs. 42, 11310

15

20

25

30

35

Ist er aignlichen ainer,

Er mtis eiir kempfer sein.

Des vrlaübs want dy ainick fraw fro.

Von dem künig ging sy da,

Sy ging von jm in den saliYnd schaut dy fürsten vbrall.

Sy schauet sy all gleich,

Patt all arm vnd reich.

Da sach die chaiseflick maidtNindert ain, der sich pehait.

Als sy dy herren all gesach,

Sy gie wider zw dem künig vnd sprach:

Kunig, got miis dych pebarn!

scholt mir geben vrlaub vnd lar mich varn. scholt mir vrlaub von hin geben.

Ich han verlarn hie mein lebenn.

Ich han vnder deime gesintEin kempher nindert vinden.

Ich han gesechen ainein held,

Der stert sey der weit,

Der sey des leibes so gar ein man,

Das er den wündrer dürr pestan.

Er sprach: das ist ein iämerleich dinck.

Wen gib ich zu ezsen mein fleischYnd mein port zetrinckenMeinen gütten wein,

Vnd schülent die so verzait sein?

Er sprach: fraw, kanstu mir gsagen,

Mit wem wiltu die warhait pehaben?

Pehast dy warhait,

Is ist mir warleichen lait.

Nit wolt ich, fraw, des wanen,

Das niemant tewr czäm

Mit so manigen herleichen degen,

Den ich mein gelt han gegebenn.

1. ? mein: sein. 3. ? wart die juncfrau. 14. Dritte hand. ? Du seit michlaßen -varn Und solt. 17.. ? kan. 24. ? Ich gib in zeßen und ze trinkenMein hrot und meinen guoten wein.