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Einführung in die psychiatrische Klinik : zweiunddreißig Vorlesungen
Entstehung
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Schlußbetrachtung.

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deutet darauf hin, daß eben hier, im Gegensätze zu den akutenInfektionskrankheiten, die Quelle des Giftes nicht versiegt, sondernimmer von neuem fließen kann.

Ganz ähnliche Unterschiede begegnen uns bei der Wirkungder von außen eingeführten Gifte, bei denen wir ebenfalls die raschsich ausgleichenden Störungen durch einmalige oder einige wenigeGaben dem dauernden Siechtum bei gewohnheitsmäßiger Einfuhrgegenüberzustellen haben. Von der Erforschung gerade dieserGruppe von Geistesstörungen, des Alkoholismus, Morphinis-mus, Kokainismus u. s. f., dürfen wir, wie ich glaube, in ersterLinie Fortschritte unserer klinischen Erkenntnis hoffen, da hierUrsache und Wirkung so eindeutig bestimmt sind, daß wir ohneweiteres von ersterer auf die letztere schließen dürfen und umge-kehrt. Durch Einführung der Gifte können wir jederzeit mitvollster Sicherheit dieselben Störungen hervorrufen und somitdie gesetzmäßigen Beziehungen zwischen der Schädlichkeit undihren Wirkungen nicht nur durch die klinische Beobachtung,sondern auch durch den psychologischen Versuch bis in alle Einzel-heiten hinein verfolgen.

Bei derartigen Untersuchungen aber erkennen wir leicht, daßwir auch bei den Vergiftungen zwischen unmittelbaren und mittel-baren Folgen zu unterscheiden haben. Die Krankheitsbilder, dieder Alkoholismus erzeugt, sind weit mannigfaltiger, als die Ein-heitlichkeit der Ursache erwarten ließe. Von ihnen entsprechennur der Rausch, auch der pathologische, ferner der einfache alko-holische Schwachsinn den Erfahrungen, die uns der psychologischeVersuch liefert. Andere Formen, das Delirium tremens, das Kor-sakowscheirresein, der Alkoholwahnsinn, tragen ganz abweichendeZüge. Aus verschiedenen Gründen liegt die Vermutung nahe,daß wir es bei diesen Erkrankungen wenigstens teilweise nichtmit unmittelbaren Wirkungen des Giftes, sondern mit Folgezu-ständen im Körper zu tun haben, die erst mittelbar durch dendauernden Alkoholmißbrauch herbeigeführt werden. Das Verhält-nis zwischen Ursache und Wirkung ist hier möglicherweise einähnliches wie zwischen der endemischen Krankheitsursache unddem Schwachsinn beim Kretinismus oder, wie wir es zwischenSyphilis und Paralyse vermuteten.

Auf die Wirkung von Giften, allerdings von solchen, die im