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XXXI. Vorlesung.
Masse der Landstreicher allerdings besteht wesentlich aus Schwach-sinnigen, die aus irgend einem Grunde des Familienschutzes ent-behren, wegen ihrer Unfähigkeit nirgends ständige Beschäftigungfinden und nun durch schlechte Gesellschaft und den verlumpendenEinfluß des Alkohols dem einförmigen Wechsel zwischen Land-straße, Haft und Arbeitshaus anheimfallen. Daneben finden wir eineGruppe von Epileptikern, die wegen ihres Leidens überall fort-geschickt werden oder in ihren Verstimmungen immer wieder aufund davon gehen. Sodann begegnet uns eine gewisse Anzahl vonTrinkern, die bessere Tage gesehen, aber durch den Alkohol alleArbeitslust und Arbeitskraft verloren haben. Nicht ganz gering istauch der Anteil hebephrenisch Verblödeter, die entweder unmerk-lich oder im Anschlüsse an eine akute Geistesstörung kindisch undarbeitsunfähig geworden sind; bei ihnen pflegen auch später ge-legentlich vorübergehende Erregungszustände, Sinnestäuschungen,Wahnbildungen aufzutreten. Ganz vereinzelt gesellt sich wohl ein-mal ein Fall von luetischem oder gar paralytischem Schwachsinnhinzu. Den Rest aber bilden Psychopathen verschiedener Art, wiewir sie hier vor uns gesehen haben, Menschen, denen die Entfaltungund Verwertung ihrer guten Anlagen durch Unzulänglichkeiten undkrankhafte Beimischungen dauernd unmöglich gemacht wird. Sieerkennen unschwer, daß es vergebene Mühe ist, dieses bunte Ge-misch von Menschen durch das Allheilmittel kurzzeitiger Freiheits-strafen oder die gefürchtete Zucht des Arbeitshauses wieder ingeordnete Bahnen lenken zu wollen. Soweit es überhaupt möglicherscheint, die schwere Plage zu lindern, die das Landstreichertumdarstellt, kann es nur dadurch geschehen, daß jede einzelne der hierzusammengewürfelten Gruppen nach ihrer Eigenart behandeltwird. Der erste Schritt dazu aber ist ihre wissenschaftliche Er-forschung.
XXXI. VorlesungImbecillität, Idiotie.
M. H.! Sie werden in diesen Vorlesungen schon vielfach dieBemerkung gemacht haben, wie wenig sich im allgemeinen das