Paranoide Formen der Dementia praecox.
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brachte einzelne, ganz beziehungslose Äußerungen vor, über derenBedeutupg nichts von ihm zu erfahren war.
In diesem Zustande wurde er von seinen Angehörigen nachHause genommen. Auch hier war er zunächst fast stumm, aßwenig, sprang aber einesTages mit den Worten: „Ich fahreDroschke“in einen Wagen, fuhr eine Strecke, stieg wieder aus und bliebh ji Stunden auf demselben Flecke stehen. In den nächsten Tagenwurde er plötzlich erregt, klatschte in die Hände, stampfte mit denBeinen, wälzte sich herum, sprach ganz verwirrt mit lauter Stimmevon Prinzessin, Großherzog, Begnadigung, Köpfen u. dergl., lachteviel vor sich hin. Als er dann gewalttätig wurde und Scheibenzerschlug, wurde er in die Klinik zurückgebracht. Hier war ersehr gereizt, ablehnend, gab unsinnige, beziehungslose Antworten,äußerte abgerissene Größenideen, Personenverkennungen, sprachund benahm sich geziert. In Reden wie Schriftstücken bot er deut-liche Sprachverwirrtheit mit Wortspielereien dar. So schrieb er ineinem Briefe: „2- 4 = 8, das ist der Tag des Herrn vom Stand;gute Miene zum schlechten Mann ist schlimm; schlechte, böse Minevon d’or zum guten Mann besser, wie erstes Genesen; heß ich enA — Saucier, Du kriegschte — Minister — Mercier.“ Auf Vorzeigeneines Messers antwortete er: „Messer, Rasiermesser, Barbier vonBagdad, Salem aleikum“, beim Anblick eines Goldstückes: „Louis-dor, Napoleon, Kaiserin Eugenie, la France, Spanien, dahin wollenwir ziehen.“ Häufig sprach er zum Fenster hinaus, gab an, sich mitGeistern zu unterhalten, Theater zu spielen. Der Schlaf war sehrgestört; die körperliche Untersuchung ergab keine bemerkenswertenAbweichungen, nur starke Dermatographie und mechanische Erreg-barkeit des Facialis. Das Körpergewicht war bedeutend gestiegen.
Der Kranke ist ursprünglich für cirkulär gehalten worden.Die Vorgeschichte mit dem Wechsel zwischen gehobener undtrauriger Stimmung schien sehr dafür zu sprechen. Im weiterenVerlaufe traten jedoch während der stuporösen wie in der erregtenZeit deutlich die katatonischen Zeichen hervor, der Negativismus,die Manieren, die Befehlsautomatie, die Sprachverwirrtheit. Durchdie ganze bisherige Entwicklung der Krankheit wird demnachunsere aus dem Zustandsbilde abgeleitete Diagnose vollkommenbestätigt. Freilich pflegt man die Ablenkbarkeit und das Silben-stechen, wie sie uns hier entgegentreten, meist für ein Zeichen der