Irresein bei akuten Krankheiten.
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durch äußere, als durch innere Reize. Auch die Möglichkeit einesmanischen Stupors müssen wir zurückweisen. Wie geschildert,bestand auf psychomotorischem Gebiete keine Hemmung, sondernlebhafte Erregung mit Rededrang bei schwerster Benommenheit,während die Denkhemmung im manischen Stupor einerseits dieAuffassung und den Gedankengang weit weniger zu beeinträchtigenpflegt, andererseits aber sich mit Hemmung der Willensregungen,auch auf sprachlichem Gebiete, verknüpft. In den Äußerungen derKranken war die Verworrenheit viel stärker, als in den gelegent-lichen Reden der manisch Stuporösen. Endlich würde auch dieaußerordentliche Schnelligkeit, mit der hier die schweren Erschei-nungen hereinbrachen, für jene Krankheit ganz ungewöhnlich sein.Uns bliebe somit wesentlich nur noch die Annahme eines epilep-tischen oder hysterischen Dämmerzustandes übrig. In dieser Rich-tung ist zunächst zu bemerken, daß weder für die eine noch fürdie andere Erkrankung in der Vorgeschichte irgendwelche Anhalts-punkte vorhanden sind. Ferner fehlt vollständig die ausgeprägtängstliche, gereizte oder schwärmerische Stimmung, die wir injenen Zuständen nicht zu vermissen pflegen. Auch läßt sich ausden Reden der Kranken durchaus kein bestimmter deliriöser Inhaltentnehmen, was dort immer der Fall sein dürfte, sofern dieKranken sich irgendwie äußern. Die Verworrenheit ist vielgrößer, als wir sie erwarten könnten, wenn die Kranken, wie dieunserige, überhaupt noch einzelne Fragen richtig auffassen und zubeantworten suchen.
Gerade in dieser letzten Beziehung erinnert der Zustandunserer Kranken sehr an gewisse Fieberdelirien, bei denenauch zwischen allem zusammenhangslosem Gefasel durch kräftigesAnreden noch einmal eine richtige Antwort zu erhalten ist. Dahier eine, wenn auch niedrige Steigerung der Eigenwärme vorhan-den ist, so werden wir uns immerhin die Frage vorlegen müssen,ob nicht etwa eine schwere körperliche Erkrankung die Grundlageder psychischen Störung bildet. Dafür würde namentlich auch dieSchwere des ganzen Krankheitsbildes, der Eiweißgehalt des Harns,die Krustenbildung an Zunge und Lippen, die große Schwächeund Unsicherheit der Bewegungen bei der Kranken sprechen. Diegeringe Steigerung der Temperatur an sich kann natürlich dieseStörungen nicht hervorrufen. Dagegen weist uns die Plötzlichkeit