Katatonischer Stupor.
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Male zu wiederholen, in allen diesen Fällen ohne jede Rücksichtauf das eigene Wohl und Wehe. Es ist klar, daß ein solcher Ver-lust des Zusammenhanges zwischen Denken und Handeln, dervielleicht auf der tiefgreifenden Zerstörung des Gefühlslebens be-ruht, dem Handeln ganz jene innere Einheitlichkeit und Folgerich-tigkeit rauben muß, die wir als den Ausfluß der gesunden geistigenPersönlichkeit betrachten. Dadurch erhält das Treiben und Be-nehmen der Kranken auch schon bei den leichteren Formen derDementia praecox seine verblüffende Sprunghaftigkeit und Unbe-greiflichkeit.
Irgend eine bestimmte Färbung der Stimmung ist bei unseremKranken nicht zu bemerken. Vielmehr ist er gemütlich voll-kommen stumpf, zeigt keinen Anteil an den Vorgängen in seinerUmgebung, auch nicht an den Besuchen seiner nächsten An-gehörigen, bei denen er keine Miene verzieht und kein Wort spricht;er hegt keine Wünsche und macht sich keine Sorgen. Dabei ist er,wie sich aus gelegentlichen Äußerungen erkennen läßt, überseine Lage im klaren, kennt die Personen seiner Umgebung undfaßt auf, was man ihm sagt. Wir finden also auch hier dieselbeGruppierung von Störungen wieder, wie wir sie bei den bis dahinerörterten Fällen von Dementia praecox feststellen konnten.
Dieser Auffassung entspricht endlich auch die Vorgeschichtedes Kranken. Sein Vater soll vorübergehend geisteskrank gewesensein und konnte deswegen sein Studium nicht zu Ende führen.Der Kranke selbst lernte schwer, nachdem er in der Jugend einenTyphus überstanden hatte, war leicht erregbar, ängstlich, zu hypo-chondrischen Grübeleien geneigt. Er erkrankte vor einem halbenJahre. Im Anschlüsse an Meinungsverschiedenheiten über Heirats-pläne wurde er ängstlich, glaubte sich überall verhöhnt, fürchtete,mit dem Staatsanwalt in Berührung zu kommen, und sprang endlich,da er sein Leben für bedroht hielt, nachts im Hemde zum Fensterhinaus, wobei er sich einen Bruch des Fersenbeins zuzog. Schonbei der Aufnahme war der Kranke ziemlich stumpf, erklärte sichgern bereit, in der Klinik zu bleiben, obgleich er nicht geisteskranksei, wohl aber an Wahnideen leide. Er habe gemeint, er solle er-mordetwerden; alles sei ihm so verändert vorgekommen. Stimmensprächen mit ihm über alle möglichen Familienangelegenheiten.Katalepsie, Echolalie und Echopraxie waren sehr deutlich. Körper-