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,netten Zeugnisse, ob man gleich jegliche vereinzelt anfechten könnte,scheint uns unwiderleglich darzuthun, daß in günstigen Jahren dieSee im Norden von Spitzbergen bis zu sehr hohen Breiten der
Schifffahrt offen und völlig frei von Eis befunden werden kann,
wie sie wirklich in den Jahren 1754, 1773 und andern befundenworden ist. Es ist aber gleich bewährt, daß in andern Jahren undöfters das Eis den Fortgang nach Norden schon unter dem 80. Brei-tengrad verhindert hat und verhindert wird.
Wenn bisweilen im Norden von Skandinavien zwischen Spitz-bergen und Nowajä Semlja das Meer bis unter sehr hohen Brei-ten, vielleicht bis unter dem Pole selbst offen befunden wird, wäh-rend es hingegen auf andern Punkten, etwa im Norden der Bc-
ringsstraße, selten unter dem 70. Grade frei von Eis befundenwerden durfte; wenn im Norden von Europa der Polargletscher,woran wir glauben, von einer tiefen, gegen den Pol eindringendenBucht ausgerandet sein möchte, scheint uns diese Anomalie örtlichen,die Temperatur bedingenden Ursachen zugeschrieben werden zu müssen,und zwar anscheinlich denselben, welche das viel wärmere Klima be-wirken, dessen sich anerkannter Weise der Welttheil, den wir bewoh-nen, vor allen auf der nördlichen Halbkugel unter gleicher Breitegelegenen Landen zu erfreuen hat; welche Lappland mit Wäldernund Kornwuchs bis unter dem 70. Grad begaben und die Vege-tation bis unter dem 80. Grad auf Spitzbergen unterhalten unddieses Land für zahlreiche Rennthierhecrden wirthbar machen, welcheschon die viel südlicher gelegene Nowaja Semlja in trauriger Nackt-heit nicht mehr ernähren kann.
Es sei uns erlaubt, zu einer Zeit, wo Männer wie Hum-boldt, Buch, Wahlenberg u. a. die Masse der Erfahrungen zuvermehren sinnvoll geschäftig sind, und ein Humboldt, um dieBruchstücke örtlicher meteorologischer Beobachtungen, welche nur nochals dürftige Beiträge zu einer Physischen Erdkunde vorhanden sind,zu überschauen, zu beleuchten und unter ein Gesetz zu bringen, iso-thermische Linien über den Globus zu ziehen versucht, eine Hypo-thests zur Erklärung der Phänomene der Prüfung der Naturkundi-gen zu unterwerfen.