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Die Strömungen im Eismeer längs der Küste von Sibiriensind im Ganzen noch wenig bekannt, und wir stehen an, aus schwan-kenden Nachrichten Folgerungen zu ziehen. Liachoff und Schalau-roff fanden im Norden der Jana und der Kolima den StromWest, Sauer mit Billing bei Westwind Ost und bei Nordost-wind West. In der Waigatzstraße und im Norden von NowajaSemlja scheint der Strom auch West zu sein.
Nachdem wir uns bemüht haben darzuthun, daß ein Stromdurch die Bcringsstraße nach Norden geht, müssen wir bekennen,daß solcher zu schwach ist und nur zu wenig Wasser durch das engeThor führen kann, um den Strömungen, die aus der Davisstraßeund längs der Ostküste von Grönland nach Süden stießen, wie solchewährend der Jahreszeit, wo diese Meere der Schifffahrt offen sind,anerkannt statt finden, und wie mehrere Thatsachen schließen lassen,daß sie auch im Winter Beständigkeit haben*), entsprechen zukönnen.
Die Anzeichen von Land im Norden der Beringsstraße, derFlug der Vögel aus dem Norden her nach Süden und die nach Nor-den nicht zunehmende Tiefe des Meeres, woraus Bur netz auf denZusammenhang beider Kontinente schließt, scheinen uns durch dieVoraussetzung hinlänglich erklärt, daß Inseln, wie die Liachoffs-Jnseln gegen den Ausfluß der Jana im Eismeere sind, in dieserGegend liegen können. Das bewohnte Land von Andreef oder An-dreanoff im Norden der Kolima 1762 und die Gerüchte und.Sa-gen, es erstrecke sich solches von dem Kontinente Amerika's bis nachdem neuen Sibirien von Sannikoff 1805 (die östlichste der Liachoffs-Jnseln) scheinen unS gleich unverbürgt und Burnetz selbst legtdaraus kein Gewicht.
Wir sind also der Meinung, daß beide Kontinente getrenntsind, und halten das Nordost-Eap oder Lclislntriro/ noss nicht füreinen Isthmus, der beide Welttheile vereinigt, sondern, gleich demCap Taimnra zwischen dem Jenisei und der Lena, welches nur vonChariten Laptiew 1738, und zwar nur zu Land, umgangen und re-
*) 6uartvrl> kvvi«nv lalle 1818. p. 116.