Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
Seite
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Radacker ausgeführt ward, begleitete ihn nur der Verfasser dieserAufsätze. Auf Oromed gingen die Stunden des Tages in Ar-beiten, die des Abends in anmuthigcr Geselligkeit hin. Die Frauensangen uns die vielen Lieder vor, die während unsrer Abwesenheitauf uns gedichtet und worin unsere Namen der Erinnerung geweibtwaren. Kadu berichtete ihnen von seinen Reisen und mischte scherz-hafte Märchen seiner Erzählung bei; er theilte Geschenke aus, dieer im Verlauf der Reise für seine Freunde bereitet. Sobald amandern Tag, dem letzten unsers Aufenthaltes auf Radack, das Boot,das unS zum. Schiffe zurückführte, unter Segel war, erklärte K a d u,dessen heitere Laune in ruhigen Ernst überging, er bleibe nun aufOtdia und gehe mit dem Rurik nicht weiter. Er beauftragte seine»Freund ausdrücklich, diesen neuen unveränderlichen Entschluß demKapitain zu verkündigen, und Gegenvorstellungen ablehnend setzte erdie Gründe, die ihn bestimmten, auseinander. Er bliebe auf Otdia,Hüter und Pfleger der Thiere und Pflanzungen zu sein, die ohneihn aus Unkunde verwahrlost, ohne Nutzen für die unverständige»Menschen verderben würden. Er wolle bewirken, daß unsre Gabenden dürftigen Radackern zu hinreichender Nahrung gereichten; daßsie nicht fürder brauchten aus Noth ihre Kinder zu tödten, und da-von abließen. Er wolle dahin wirken, daß zwischen den süd-licheren und nördlicheren Gruppen Radack's der Friede wieder her-gestellt werde, daß nicht Menschen Menschen mehr mordeten; erwolle, wenn Thiere und Pflanzen hinreichend vermehrt wären, einSchiff bauen und nach Ralick übergehen, unsere Gaben auch dortzu verbreiten; er wolle von dem Kapitain, indem er ihm Alles,was er von ihm empfangen, wiedcrgebe, nur eine Schaufel, dieErde zu bearbeiten, und dieses und jenes nützliche Werkzeug sicherbitten. Sein Eisen wolle er gegen den mächtigen Lamariverheimlichen und nöthigenfalls vertheidigen. Er rechne bei sei-nem Unternehmen auf die Mitwirkung seines Landsmannes undSchicksalsgefährten, den er aus Aur, wo er sich jetzt befände,zu sich berufen wolle. Dieser sollte ihm auch sein Kind, seineTochter, mitbringen, die, wie er nun erfahren, seit seiner Ab-reise traurig war, nach ihm verlangte, nach ihm schrie und nicht