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Werth haben mochte, sorgfältig aufgelesen und aufbewahrt, so suchteer sich auf Unalaschka unter den Geschieben des Ufers vorzüglich zuSchleifsteinen taugliche Steine aus. Wir haben diesen sanftmüthigenMann nur einmal in zurückgehaltenem Zorne, in Ingrimm gesehen;das war, als im Verlauf der Reise er diese Steine am Orte, woer sie auf dem Schiffe verwahrt, vergeblich suchte, und die Beschwerde,die er darüber führte, wenig Gehör fand. Er war in seinem Rechts-sinn gekränkt.
Kadu war in seiner Armuth freigebig und erkenntlich in seinemHerzen. Er diente denen von uns, von welchen er beschenkt worden,und benutzte auf O-Wahu die Gelegenheit, durch den verständigenHandel, den er mit den kleinen Maaren, womit wir ihn bereichert,trieb, uns und den Matrosen, die ihm gedient hatten, Gegenge-schenke darzubringen, wie sie jedem nach eignem Sinn angenehnisein mochten. Er legte für sich selber Nichts zurück, als das, womiter einst seine Landsleute zu bereichern oder zu erfreuen hoffte. Sohatte er seinen Freunden auf Radack Alles, was er besaß, hinter-lassen und nur ein einziges Kleinod sich Vorbehalten, einen Hals-schmuck, den er lange noch unter uns getragen hat. Er vertrauteuns einst mit feuchten Augen lächelnd die Heimlichkeit dieses Hals-bandes. Er focht im Kampf auf Tabual (Insel der Gruppe Nurvon Radack) in den Reihen seiner Gastfreunde gegen den aus Me-duro und Arno eingefallenen Feind; da gewann er über seinenGegner den Vortheil, und war im Begriff, den zu seinen FüßenGestürzten zu durchbohren: als dessen Tochter rettend vorsprangund seinen Arm zurückhielt. Sie erhielt von ihm das Leben ihresVaters; dieses Mädchen verhieß ihm ihre Liebe, er, der Mann,trug ihr heimlich ansehnliche Geschenke hinüber, und er trug ihrzum Angedenken das Liebespfand, das sie auf dem Schlachtfeldeihm verehrt.
Wir müssen in Kadu's Charakter zwei Züge vorzüglich her-ausheben: seinen tief eingewurzelten Abscheu vor dem Kriege, demMenscheumord, und die zarte Schamhaftigkeit, die ihn zierte und dieer unter uns nie verleugnet hat.
Kadu verabscheute das Blutvergießen, und er war nicht feig,rv. 9