Druckschrift 
4 (1864)
Entstehung
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Die Marianen-Jnseln. Guajan.

Die Marianen-Jnseln bilden eine vulkanische Kette, die in derRichtung von Norden nach Süden liegt; die Vulkane und der Sitzder unterirdischen Feuer sind im Norden der Kette, wo unfruchtbareverbrannte Felsen unter den Inseln gezählt werden.

Auf Guajan, der südlichste» derselben und zugleich der größtenund vorzüglichsten, werden nur leise Erderschütterungen verspürt.Guajan erscheint von der N. O. Seite als ein mäßig hohes, ebenesLand, dessen Ufer schroffe Abstürze sind. Die Gegend um den Hafenund die Stadt trägt einen andern Charakter und hat hohe Hügelund schöne Thäler.

Wir haben keine andere Gebirgsart angetroffen als Madreporen-Kalkstein und Kalkspath.

Die Insel ist wohl bewaldet, die Flora anscheinend reich, dieVegetation üppig. Der Wald steigt an den steilen Ufern bis zumMeere herab, und verschiedene RhizopHora-Arten baden an ge-schützten Orten ihr Laub in der Fluth. Nichts ist den Wohlgerüchenzu vergleichen, die, als wir bei der Ankunft den Ankerplatz suchten,uns über die Brandung herüber zuwehten. Die Orangenbäume sindwie andere Fruchtbäume verschiedener Arten, Andenken einer sonstblühenderen Kultur, verwildert. Viele eingeführte Pflanzen habendie Flora wuchernd vermehrt, wie z. B. die stachlichte l-imouln tri-kolistn, der nicht mehr Einhalt zu thun ist, und die luäiZolern tino-torin, die Niemand zu benutzen versteht. Der Brodfruchtbaum, derCocos, der Pisang sind im Ueberfluß da; die Llnugiksrn imlioa ist