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2 (1864)
Entstehung
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In Liebe sei den Eltern, die dich lieben,

Zu dienen deine Lust, dein stilles Glück;

Und von der Liebe, wie von selbst getrieben,

Fügt sich die Welt des Hauses mit Geschick.

Was feindlich und was scharf und schroff geblieben,Das huldiget versöhnet deinem Blick.

Doch der Geheimniß' heimlichstes verhehleDir nicht: die Deinuth ist der Liebe Seele.

Und ist die Demuth wohl in deinem Herzen,

Wenn selbst die Liebe du im Munde führst?

Was redest du von Sehnsucht und von Schmerzen,Auf dich beziehend, was du nur berührst?

Du sollst mit Heiligem nicht frevelnd scherzen,

Da du im Busen nicht die Flamme schürst.

Es ziemt von Männerliebe nur zu schweigen;

Ist ihr doch selbst sich zu verschweigen eigen.

Verschließe nicht, der Weg führt zum Verderben,

Dein leidend Herz dem dargebotnen Licht;

Des Uebels klare Einsicht zu erwerben,

Ist heilsam, ist sie gleich die Heilung nicht.

O Freundin, laß die Wahrheit um dich werbe»,Und stelle dich ihr selber vor's Gericht.

Ich aber drücke dir die Hand und scheide;

Du selbst mit Gott das Fernere entscheide.

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