Druckschrift 
2 (1864)
Entstehung
Seite
332
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83Z

Es grauset dein Vater bei solchem Wort,

Da will er den Gang doch wagen.

Er kleidet sich an, er eilet hinausDurch Nacht und Sturm nach dem Jägerhaus,Nach seinem Kinde zu fragen.

Die Nacht ist schaurig und finster und kalt,

Von Angst das Herz ihm beklommen;

Am alten Thurm da kreischt es und pfeift,

Ihn höhnt der Sturm, der den Wald durchstreift,Als heult' er: Zu späte gekommen!

Kaum athmcnd erreicht er das Haus und beginntAn Thür und Fenster zu schlagen:

Wach auf, du Förster! und öffne mir bald!

Ist hier mein Jürgen oder im Wald?

Was hat sich zugetragen?

Der läßt ihn ein, er fragt ihn aus,

Es will ihn seltsam bedunken:

Dein Jürgen schläft. Gesund und rothHat gestern er noch zum Abendbrod

Gegessen wie zwei und getrunken.

Ich will ihn sehn! ich muß ihn sehn!

Den Förster rührt der Jammer.

Er treppenhinauf mit dem Alten steigt,

Er öffnet die Thür, die da sich zeigt,

Er leuchtet ihm in die Kammer.

Und was sie sehen! es sträubt sich ihr HaarZu Berge, sie stehen versteinet.

Der sitzt im Bette verstört und bleich,

Und ringt, dem armen Sünder gleich, «

Die Hände verzweifelnd und weinet.