Druckschrift 
2 (1864)
Entstehung
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An

Julius Eduard Hitzig

von

Adelbert von Chamisso.

Du vergissest Niemanden, Du wirst Dich noch eines gewissenPeter Schlemihl's erinnern, den Du in früheren Jahren einpaar Mal bei mir gesehen hast, ein langbeiniger Bursch', den manungeschickt glaubte, weil er linkisch war, und der Wege» seiner Träg-heit für faul galt. Ich hatte ihn lieb, Du kannst nicht vergessenhaben, Eduard, wie er uns einmal in unserer grünen Zeit durchdie Sonette lief, ich brachte ihn mit auf einen der poetischen Thee's,wo er mir noch während des Schreibens einschlief, ohne das Lesenabzuwarten. Run erinnere ich mich auch eines WitzeS, den Du auf ihnmachtest. Du hattest ihn nämlich schon, Gott weiß wo und wann,in einer alten schwarzen Kurtka gesehen, die er freilich damals nochimmer trug, und sagtest:der ganze Kerl wäre glücklich zu schätzen,wenn seine Seele nur halb so unsterblich wäre, als seine Kurtka."So wenig galt er bei Euch. Ich hatte ihn lieb. Von diesemSchlemihl nun, den ich seit langen Jahren aus dem Gesicht ver-loren hatte, rührt das Heft her, das ich Dir mittheilen will.Dir nur, Eduard, meinem nächsten, innigsten Freunde, meinemLess'ren Ich, vor dem ich kein Geheimniß verwahren kann, theil'

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