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enge Pforte, und befand sich in einem unterirdischen, lichtlosenGange, und es drang kein Klang mehr zu seinem Ohre: das Herzergrauste ihm in dem Busen.
Er verfolgte lange mit Beharrlichkeit diesen Pfad, und harrte,getaucht in Finsterniß, muthig vorwärts dringend, des Ausgangs.Und tiefer abwärts neigte sich der Gang, und immer nach der Tiefezu führte er ihn, und er schien in unendliche Tiefe hinab sich z„senken.
Er war auf diese Weise lange hinab gestiegen, als ein fernesLeuchten durch die Finsterniß zu dämmern anfing; da erweitertensich die Felsenwände, und der Gang wölbte sich höher über seinemHaupte; ferne Harmonien bewegten leise die Luft, er athmete freier,und verdoppelte den Schritt, immer vorwärts dringend; und hellund Heller ward es vor ihn, und tönender; aber zu dem Quelledes Centrums, dem er nahte, zu gelangen, mußt' er noch langeund zu unermeßlicher Tiefe hinabsteigen.
Da spähte er wundersame Gesichte! In unübersehbarem, un-terirdischem Geschoß waren Webstühle ohne Zahl, an deren jeglichemzwo sich gleiche Gestalten im Gegenkampfe woben. Nur dies wa-ren ihre Zeichen, daß man sie unterschiede: die einen trugen Kar-funkel auf ihren Häuptern, die ihnen widerstreitenden aber eiserneKronen, und wie die Macht von jenen siegend obwaltete, ward auckerhöhet die Helle des Steines, den sie trugen, und einzig den Stei-nen entquoll die Lichtluft dieses Fabelreiches, durch welche mächtigeHarmonien wogten.
Aber die Weberinnen an dem Webestuhle, dem er am nächstenwar, erkannte er wohl, wie er sie schaute, und jenes wunderbareWeib waren sie, in Schmerz versunken, mit langem Trauergewandeangethan, und das schwarze Haar ergossen von der leuchtenden Stirneüber daS Antlitz herab, zu den regen Lilien der Brüste und de»schönen Gliedern. Die eine trug den Karfunkel, die eiserne Kronedie andere; beide hefteten ernst die Augen auf ihn, Licht blickendjene, und diese Finsterniß, und sie rangen angestrengt und woben:und er trat zu dem Webestuhle und schaute, und das Gewebe, dassie woben, war — sein eignes Leben.