222
17 .
Da Hub Thor an,
Der hochernste Gott:
„Es würden die GötterMich weibisch schelten,
Legt' ich das bräutlicheLeinen mir an."
18 .
. Da Hub Loki an,
Loveyia's Sohn:
„Thor, solcher WorteWoll' dich enthalten;
Rasch werden die RiesenVom Reich uns verdrängen,Holst deinen HammerHeim du nicht schnell."
IS.
Bräutliches LeinenLegten dem Thor sie an;
Er hatte den hehren,
Den funkelnden Halsschmuck;Klug ließ er erklingenGeklirr der Schlüssel;
Ein weiblich GewandUmwallte sein Knie;
Es blinkte die Brust ihmVon breiten Juwelen;
Das Haar war gehüllt ihmUnd hoch gethürmt.
20.
Da Hub Loki an,
Loveyia's Sohn:
„Ich will dich gleichfallsBegleiten als Maid;
Wir beide, wir reisenNach Riesenheim."
21 .
Hastig die HirscheHcimgetrieben,
Wurden dem Wagen geschirrtWohl zur eiligen Fahrt.
Die Steine zerstoben,
Flamme stieg auf.
So reiste Odin's SohnNach Riesenheim.
22 .
Da Hub Thrym an,
Der Herrscher der Riesen:„Auf! Auf! ihr Riesen,Bereitet die Bänke,
Nun führt mir Fraya,
Die Frau, herein."
23 .
Heim kamen die Farren,Die goldgchörnten,
Die schwarzen Rinder,
Dem Riesen zur Lust:
„Habe der Schätze viel,
Habe der Spangen viel,Fehlte mir Fraya! Zu freien annoch."