187
Die letzten Sonette.
1 .
„Du sangest sonst von Frauen-Lieb' und Leben,
Mein trauter Freund, mir schöne Lieder vor;
An deinen lieben Lippen hing mein Ohr,
Ich fühlte mich in Lieb' und Lust erbeben.
Du singst nicht mehr; — um deine Lyra webenDie Spinnen, dünkt mich, einen Trauerflor;
Sprich, wirst du nie die Lust, die ich verlor,
Du süßer Liedermund, mir wiedergeben?"
Ich trage selbst — still, still! mein gutes Kind —
Geduldig und entbehre sonder Klage;
Bin müde jetzt, verklungen ist mein Singen.
Ein Sänger war ich, wie die Vögel sind,
Die kleinen, die nur zwitschern ihre Tage. —
Der Schwan nur .... — Reden wir von andern Dingen.