Druckschrift 
2 (1864)
Entstehung
Seite
147
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Es dient der Stein, worauf er litt, dem TodtenZur Ruhestätte wie zum Monumente,

Und Friede sei dir, Schmerzenssohn, entboten!Die Hülle giebst du hin dem Elemente,

Allnächtlich strahlend über dir entzündenDes Kreuzes Sterne sich am Firmamente,Und, was du littest, wird dein Lied verkünden.

2 .

Die erste Schiefertafel.

Mir ward von Freud' und Stolz die Brust geschwellt,Ich sah bereits im Geiste hoch vor mirGehäuft die Schätze der gesummten Welt.

Der Edelsteine Licht, der Perlen Zier,

Und der Gewänder Indiens reichste Pracht,

Die legt' ich alle nur zu Füßen ihr.

Das Gold, den Mammon, diese Erdenmacht,

An welcher sich das Alter liebt zu sonnen,

Ich hatt's dem grauen Vater dargebracht.

Und selber hatt' ich Ruhe mir gewonnen,

Gekühlt der thatendurst'gen Jugend Gluth,

Und war geduldig worden und besonnen.

Sie schalt nicht fürder mein zu rasches Blut;

Ich wärmte mich an ihres Herzens Schlägen,

Von ihren weichen Armen sanft umruht.

Es sprach der Vater über uns den Segen,

Ich fand den Himmel in des Hauses Schranken,Und fühlte keinen Wunsch sich fürder regen.

So wehten thöricht vorwärts die Gedanken;

Ich aber lag auf dem Verdeck zu Nacht,

Und sah die Sterne durch daS Tauwerk schwanken.

10 *