Druckschrift 
1 (1864)
Entstehung
Seite
348
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Corsische Gastfreiheit.

Die Blitze erhellen die finstere Nacht,

Der Regen strömt, der Donner kracht,

Der mächtige Wind im Hochwald saust,

Der wilde Gießbach schwillt und braust.

Und düsterer noch, als der nächtliche Graus,Starrt Rocco der Greis in die Nacht hinaus,Er stehet am Fenster und späht und lauscht,Und fährt zusammen, wann's näher rauscht.

Der Bote muß es, der blutige, sein.

Du bist es, Vetter Giuseppe? Nein!Die Zeit ist trag es wird schon spatIst solche Nacht doch günstig der That.

Du, Polo, bringst uns selber dein Haupt,

Hast thöricht die Rache schlafend geglaubt,Hast her dich gewagt in unsern Bereich,

Die Rache wacht, das erfährst du gleich.

Du kommst dort über den Gießbach nicht.

Euch Schützen geben die Blitze Licht;Geschmähet seid ihr trefft ihn gut!

Wascht rein die Schmach in seinem Blut!"

Da pocht's an die Thür', er fährt empor,

Er öffnet schnell wer steht davor?

Du, Polo? zu mir? zu solcher Zeit?Was willst du? rede."Gastlichkeit.