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Es wälzt sich durch di? Straße», bedrängt von der Gefahr,
Der Wittwen und der Waisen verzweiflnngsvolle Schaar,
Und flüchtend zu den Bergen ergießt sie sich durchs Feld,
Und wird in vollem Jammer vom Brand der Stadt erhellt.
Bmtt'nc Haufen schweifen und stellen auf dem Plan,
Sich Sklavinnen zu fangen, ein Menschentreiben an. —
O weinet, meine Angen! ich kann im ElendmeerSophia mit den Ihren nicht unterscheiden mehr.
Dort taucht sie aus der Menge, dort, bei der Bergesschlucht;
O rette deine Kinder, beflng'le deine Flucht!
Es brechen Mcnschenräuber dort aus dem Hinterhalt,lind fcldwärtS jagen Reiter herbei mit Stnrmgewalt.
Zu spät! Die Schmerzenreiche ermißt, was kommen muß;
Der Sohn, des Winks gewärtig, bereitet sich zum Schuß,
Und sie — verhüllt ihr Antlitz und ruft: „Der Türke naht! —Dein Ziet — der Schwester Busen." — Geschehen ist die That.
Stumm liegt zu ihren Füßen die göttcrgleiche Maid,
Bo» deren Hcrzens-Blutquell sich gräßlich färbt ihr Kleid.„Hinweg, hinweg! Sie ruhet gesichert so vor Schmach,
Hinweg vor dem Entsetzen, wovor das Herz uns brach."
Sie sind nur wcn'ge Schritte noch weiter ab gcfloh'n,
Da sinkt an ihrer Seite verwundet auch der Sohn,
Und wie in ihren Armen sie ihn zu bergen glaubt,
Da blitzt ein Tnrkcnsäbel hernieder ans ihr Haupt.
Sie deckt den zarten Sprößling mit ihrem eig'nen Leib:
„Halt an: Und sichest, Unmensch, du nicht, ich bin ein Weib!"Der Türke hält, getroffen vom Mutter-Angstgeschrei,
Und sparet die Gefang'nen für harte Sklaverei.