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1 (1864)
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Sophia Kondiilimo und ihre Kinder.

Du sinkest, Missolunghi, und liegst in Trümmern nun,Bezeichnend nur den Friedhof, wo deine Helden ruh'n;

Eiuziehend jauchzt der Moslem, der unserm Glauben flucht,

Und strauchelt über Leichen, wo er nach Sklaven sucht.

Sophia Kondulimo, die nun verwittwet stand,

Ihr Gatte war gestorben den Tod fürs Vaterland

Drückt ihre beiden Kinder an ihr gebroch'nes Herz,

Und misst die nächste Zukunft mit grenzenlosem Schmerz.

Die blüh'nde Jungfrau gleichet an hoher Schönheit RuhmDer gold'nen Aphrodite vom blinden Heidenthum;

Nicht Jüngling noch zu nennen, der Knab' entschüttelt kaumDer blondgelockten Stirne den frohen Kindheitstraum.

Auf, auf! der wüste Lüstling, der Türke stürmt herbei;

Noch steht ein Thor uns offen, ob wohl noch Rettung sei?Nimm, Sohn, des Vaters Waffen, du gestern noch ein Kind,Es spricht die Zeit dich mündig, nun sei, was Männer sind!

Der Schande gilt's zu wehren, die gräßlich uns bedroht,

Wir fliehen vor der Schande, wir fürchten nicht den Tod;

Den letzten Schuß verwahrst du auf meinen Wink bereit,

Ich werde dir bezeichnen das Ziel und auch die Zeit?