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Lehrer des Kindes. Sie sollen bei Zeiten Hand anlegen unddie Erziehung ihrer Kinder nicht bis auf die Präceptoren undPrediger aufschieben, denn einen krumm gemachten Baum geradezu machen, ist fast unmögliche Arbeit. Begeistert schildertKomenius in der 8odoIa iukavtiao, einer der am meisten zuHerzen gehenden Schriften, welche Kleinodien und welche Gottes-gaben Kinder sind; er kann die Eltern nicht genug ermahnen,mit diesen anvertrauten Pfändern sorgsam umzugehen, und giebtgenaue und beherzigenswerthe Vorschriften für die leibliche undgeistige Ausbildung der Kinder. Z. B. Kap. V. 16. „Darum,liebe Eltern, seid vernünftig, haltet die Arznei von euren Kindernfern wie Gift, wenn sie nicht nöthig ist, ebenso auch hitzige undgepfefferte Speisen und Getränke, als da sind gewürzte undgesalzene Speisen, Wein, Branntwein. Wer mit solchen Dingenseine Kinder speiset und tränket, der macht's ebenso wie einunvorsichtiger Gärtner, welcher aus Begierde, seinen Baum'geschwinde zum Wachsen und Blühen zu bringen, auf die WurzelKalk schüttet, daß sie desto eher erwärmt werde." Andererseitseifert er auch gegen die Affenliebe und zu große Verzärtelungder Kinder von Seiten der Eltern. Durch die Idee dieser Mutter-schule wurde später Fröbel direkt beeinflußt.
Haben die Kinder das sechste Lebensjahr vollendet, sowerden sie in die Volksschule geschickt, in welcher die gesamteJugend weiter gebildet wird. Thöricht haben die Eltern ge-handelt, welche die Kinder über die Strenge des Lehrers undüber die Schulzucht ängstlich gemacht haben: ich werde dich indie Schule schicken, da werden sie dich bald kirr machen, dichmit Ruthen züchtigen, warte nur/ vielmehr soll man von derSchule wie von einem Jahrmarkt reden, soll den Kindern schöneSachen versprechen und sagen: Mein liebes Kind, bete fleißig,daß die Zeit bald komme, daß du in die Schule wandernmögest.
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