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Die thierische Eigenwärme und deren Erhaltung
Entstehung
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° lieber Anpassungen an wärmere Klimate, wenn die Lebensweise ver.nünstig geführt wird, fehlt es in unserer Zeit der Afrikareisen keineswegsan entsprechenden Beispielen; auch ist es bekannt, daß aus Afrika Zurück-kehrende, um sich langsam wieder an unser Klima anzupassen, gerne anZwischenstationen verweilen.

Daß auch an kältere Klimate Anpassungen stattfinden können, lehrtder Mnteraufenthalt in hochgelegenen Alpenthälern, in welchen windstillerheiterer Frost von 25° bis 30° gar bald auch in relativ leichter Kleidungohne Beschwerden ertragen wird. Ferner zeugen dafür die Versicherungenvon Teilnehmern an dem kalten Feldzug nach Südfrankreich im Winter1870/71, daß sie sich sehr schnell in den Dienst im Freien bei Tag und beiNacht gefunden hätten. Ka ne berichtet in Bd. I. Kap. XX. seines obenerwähnten Reisewerkes, daß einer seiner Begleiter, Peterson, welcher zweiJahre in Upernawik gelebt hatte, dort selten ein geheiztes Zimmer betrat,und daß ein Anderer, Riley, bei minus 30" Fahrenheit (31° bis 35° C.)

ohne Decke im Freien zu schlafen pflegte. ..

Diesen Beispielen sei in der folgenden Zeitungsnachricht ein Beispielvon der Einwirkung eines raschen Temperaturwechsels gegenübergestellt iPetersburg, den 3. Dezember 1890. Ans Orenburg wird telegraphirt;Infolge des plötzlichen Ueberganges der Temperatur von drei Grad Wärmeauf dreißig Grad Külte sind dreißig durch die Steppe reitende Kirgisenbuchstäblich erfroren; ferner wurden von der Kälte eine Anzahl Pferde,Schafe und Kamele getödtct. Schließlich sollen in der Steppe noch Menschen,, Vieh und ganze Warenkarawanen umgekommen sein.

° Immer und immer wieder kommen aus Ostindien Nachrichten, daßFakire nach einigen Tagen der Vorbereitung sich in ausgemauerte Gräbereinschließen ließen und dann nach ein bis zwei Monaten aus dem geöffnetenGrabe ziemlich heruntergekommen Herausstiegen, sich aber bald wieder er-holten. Hochgestellte Personen werden als Zeugen dafür angeführt, mitder Versicherung, daß diese die Möglichkeit einer Täuschung auf dasVorsichtigste verhütet hätten. Sollten diese Nachrichten auf Wahrheitberuhen? Insofern als das Verhalten des Fakirs während seines Ver-Westens im Grabe, falls der Luftzutritt nicht vollständig abgeschlossen ist,keine andere Erscheinung darbictet, als sie sich auch in dem Winterschlafewarmblütiger Thiere zeigt, dürfte die Sache als nicht gerade unmöglicherscheinen; aber sollten diese Leute wirklich das Geheimnis; besitzen, sichkünstlich in einen Winterschlaf zu versetzen?

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