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Die thierische Eigenwärme und deren Erhaltung
Entstehung
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in einer Luft, deren Temperatur bedeutend tiefer steht als dieEigenwärme. Hieraus ist aber zu erschließen, daß die Erzeu-gung dieser Eigenwärme eine Leistung des Organismus selbstist, eine Lebenserscheinung, welche geeignet ist, einer mit denFunktionen des Organismus nicht verträglichen Auskältnng zuwiderstehen. Es erscheint daher als nächste Aufgabe, nach denQuellen der Eigenwärme des lebenden Organismus zu forschen.

In dieser Beziehung lehrt uns nun die Physiologie, daßals Träger der Eigenwärme zunächst das in seinen Gefäßbahuenalle Theile durchströmende Blut zu erkennen ist, und daß diesesin seinem überaus schnellen Umlaufe alle Temperaturverschieden-heiten der einzelnen Theile des Organismus vollständig aus-gleicht, so daß dieser ganz gleichmäßig durchwärmt erscheint. Ingleicher Weise erzeugt bei der Warmwasserheizung das in Röhrenumlaufende warme Wasser eine annähernd gleichmäßige Durch-wärmung des ganzen Hauses. Das auf solche Weise verwendeteWasser hat aber als solches die Wärme nicht in sich, sondernes muß dieselbe erst einem Heizungsapparate entnehmen, welchenes in seinem Umlaufe immer aufs neue durchströmt. Dasselbeist auch bei dem Blute der Fall. Auch dieses entnimmt seineWärme zuerst gewissen in dem Organismus beständig wirkendenQuellen. Als solche sind aber anznsehen die verschiedenenchemischen Prozesse, welche im Verlaufe der Lebenserscheinungenauftreten und die Reibungen, welche infolge der Bewegungender Theile aneinander zu stände kommen.

Die chemischen Quellen der Wärme in dem lebenden Orga-nismus finden ihr Bestehen zunächst darin, daß alle Lebens-vorgänge mit Zersetzungen der Substanz derjenigen Organeverbunden sind, durch welche sie in die Erscheinung treten.Besonders ausgezeichnet sind in dieser Beziehung die absonderndenDrüsen und die Muskeln. Das Zustandekommen dieser Zer-setzungen ist schon für sich eine sehr wichtige Wärmequelle; deren

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