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Das nordische Wohnhaus während des 16. Jahrhunderts, sonderlich in Hinblick auf das Schweizerhaus
Entstehung
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In Basel begann erst um 1630 Franz Passavant eine„neue Fabrike des Gold- und Silberpaffamenten"."

In jenen Tagen auch kamen zu den Nordländern die ver-goldeten Ledertapeten. Sie wurden in Spanien verfertigt, wobekanntlich die Mauren es in der Bearbeitung von Leder weitgebracht hatten. Mit großen Blumen auf Goldgrund odergoldenen Mustern auf rothem Grunde nahmen sich diese Tapetenvortrefflich aus.

Auch der Fußboden wurde farbig gehalten. Die Naturliefert uns in den blumengeschmückten Wiesenteppichen das Vorbildeines Fußbodens, auf welchem man gehen und sich lagern kann;und so folgte man auch im Norden der Natur, indem manzumal bei festlichen Anlässen den Fnßboden mit Gras, Laubund Blumen bestreute. Nirgendwo ging man hierin so weit,wie in England. Bei Shakespeare ist der Sitte häufig gedacht.Gepflasterte Fußböden waren das Kennzeichen von Prunkstuben.

Werfen wir noch einen Blick auf die Nippsachen, dienamentlich in Nürnberg, dem damaligen Tandladen der Welt,für den Norden zur Anfertigung kamen, wie uns dies JohannesVoigt in seinem „Blicke in das kunst- und gewerbereiche Lebender Stadt Nürnberg im sechzehnten Jahrhundert"" des Aus-führlichen berichtet.

Unter den Kleinigkeiten fand sich denn manch ein Erbstück,das sich Generationen hindurch im Hause unversehrt erhalten,bei dessen Anblick der Greis bedenkt, daß er es schon seit vielenJahren so und nicht anders gesehen:

„Oben stand auf Stufen ein Hund und ein züngelnder Löwe,

Beide von Gips. Trinkgläser mit eingeschliffenen Bildern,

Zween Theetöpfe von Zinn und irdene Tassen und Aepfel."—

Krüge, Kannen und Becken waren in jenen Tagen ge-meiniglich von Zinn, wie denn noch im Jahre 1628 für dasFrederiksborger Schloß ein reichlicher Vorrath von Wasserbecken,

2* MS,