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Adolf Bastian
Entstehung
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sich überall bahnbrechenden Entwickelungslehre im allgemeinenab, so ist es für unseren Nächstliegenden Zweck ganz besondersdie exakte, jeder abstrakten, den Thatsachen feindlichen Deduktionvöllig unzugängliche Methode, welche für den Aufschwung derEthnologie in Betracht kommt. Um kurz zu sein (der eigent-liche, ausführliche Nachweis wird erst später erbracht werdenkönnen), die empirische, thunlichst experimentelle Begründung,wie sie ja die Naturwissenschaften kennzeichnet, kommt bei unsererWissenschaft in der möglichst umfassenden und lückenlosen Ver-gleichung gleicher, bezw. ähnlicher Erscheinungen des Völkerlebenszum Ausdruck; darauf, ans dieser komparativen Basis, wie sievon den historischen Disziplinen beispielsweise schon für die Sprach-vergleichung wenn auch nur in beschränktem Rahmenbenutzt wurde, beruht ihrerseits wieder ihre so maßgebendeund weitgreifende sozialpsychologische Bedeutung. DerjenigeForscher nun, der die Zeichen der Zeit verstand und ans dembunten Kuriositäten- und Spielzeug, wofür meist bis dahin dieEthnologie galt, eine streng in sich gefügte, methodisch auf-gebaute, ernste Wissenschaft mit weitreichenden, himmelanstrebendenZielen schuf, ist der geistige Gründer des Königlichen Museumsfür Völke^unde in Berlin, der unermüdliche Wanderer auf demErdball, den er kreuz und quer nach allen Richtungen durch-streift (noch vor zwei Jahren, schon am Rande des Greisen-alters stehend, ist er ja wieder zu einer neuen Weltfahrt auf-gebrochen) und der ebenso rastlose Schriftsteller im Dienst seinerihn ganz und gar beherrschenden Idee, Adolf Bastian.

Erledigen wir zunächst die biographischen Daten. Bastianwurde geboren am 26. Juni 1826 in Bremen, studirte, nachdemer zunächst in Heidelberg sich der Jurisprudenz gewidmet, inBerlin, Jena, Würzburg und Prag Medizin und begann dann(1851) nach Absolvirung seines Doktorexamens seine welt-umspannenden Reisen, die natürlich mit mehr oder minder

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