11
mitt einem pferdt soll des armen Königs sieben sachen mct vcrlöff vcrlöffgantz zu schänden gebracht haben. Das macht I. M. ohne zweyffel auch sogar insensibel vor die Weiber. Dem König in 1'olcmff ist kein Unglück ge-schehen nndt ist frisch undt starck, also kein Wunder, daß I. M. äilkerentvom König in Schweden sein. . Ich bin porsuackirt, daß E. L. inänl^entrundt pure gnade vor mich nur machen, daß E. L. meine brieffc lehdenmögen, tlntire mich aber nicht, daß jemandts dadurch könte klüger werden.Ich war so ein klein kindt nicht, wie mich Herr Lulmonä instruirt hatt, ichging in mein 16 fahr, konte also woll ruisoniren. Wenn wir den teüffelnehmen, wie man ihn im Hiob sicht, so scheindt es, alß wenn er unßersHerrgotts boutlou werc undt nicht von Gott gehast, denn er eonversirtfreündtlich mitt ihm. Diß läufst aber dem zuwider, wie die geistlichen sagen:daß des teüffels gröste Pein in der verdamnnß sehe, Gott den allmächtigennie zu sehen; sollen sich also besser mitt der h. schrifft vergleichen. Es istein groß Unglück, daß die schönne gräffin von Luolesburg,^) so einen dollenmann hatt; sie solle den mann in krieg schicken, mögte ihn vielleicht loßwerden- - Das freüllen ll,oo (?) muß die katzen haßen, wenn anderst dassprichwort wahr ist, daß die, so sie lieben, schöne männcr bekommen^, dennso viel ich mich des glitten Usuellen erinern kan, ist er sehr übel geschaffenundt hatt noch schlimere minen. Ich sehe ihn noch den kopff vorauß stecken,kleydt sich auch übel, denn seine oruvrckto ist allezeit 3 finger breit unterdem uäumsknopfff), ivelches bitter übel stehet. Ich erinere mich noch seinesschloßes, wenn E. L. von ?iiinonä nach Osssn fuhren, fuhren sie dorttcnvorbei); es ligt in den bergen in einem grundt, wo mir recht ist, ich habeaber den nahmen vom schloß vergehen, doch deücht mir, man hieße es dieHemblische burgff. Ein guttes gemühte, wie wons. Llsnoll hatt, ist beßeralß eine schöne tnills nndt schön gesicht; die schönheit vergehet, die tniilsendert sich, aber ein gutt anffrichtig gemühte ist allezeit nützlich undt gutt. .Ich muß gestehen, daß ich viel betrübter geweßen were, alß ich bin, wennÄlonsisur sseeligs mich nicht so viel böße otllvion bcy dem König geleistet
h Friedrich August, Kurf, von Sachsen, ff Johanne Sophie, geb. Hohenlohe-Langen-burg, Gemahlin (seit 1691) des Grafen Friede. Christian von Schaümbnrg-Lippe (Bückeburg),eine schöne n. geistreiche Frau. Ihr Gemahl trieb sich immer auf Reisen umher; als gänz-liche Zerwürfnisse eintraten, zog die Gräfin mit 2 Söhnen nach Hannover. Hier erwarb siedie besondere Gunst der Kurf. Sophie u. später der geistreichen Kurprinzeß Karoline (v. Ans-bach) u. begleitete dieselbe dann nach England. 1725 erst ward sie vom Grafen geschieden,h Wander, Sprichw.-Lex. II, Col. 1194, Nr 580, hat ein Sprichwort: „Wer die Katzenliebt, bekommt eine schöne Frau". tz Im Volksmunde gewöhnt- „Adamsapfel" genannt.Diese Bezeichnung erhielt der, bei Männern stärker entwickelte, Knorpel der Luftröhre in derMitte des Halses, weil beim Sündenfalle ein Theil des genoss. Apfels in der Kehle Adamsstecken geblieben u. als Wahrzeichen auf alle seine männl. Nachkommen vererbt sein soll,h — Hämelschenburg bei Ohsen zwischen Hameln u. Phrmont.