Mann noch leisten können, wäre nicht sein Geist zu frühvon unheilbarem Siechthum verdunkelt worden. Die Künst-ler, welche ich mit ihm in eine Parallele stellte, sind alleungleich älter und erfreuen sich der besten Gesundheit. Cor-nelius zählt jetzt dreiundsiebzig, Overbeck einundsiebzig.Schwind sechsundfünfzig, Kaulbach fünfundfünfzig und Les-sing zweiundfünfzig Jahre. Rethel aber ist schon als Fünf-unddreißiger der Kunst abgestorben. Welcher tiefe Schmerzerfaßt uns bei einem solchen Verlust!
Zum Schluß sage ich Frau Marie Rethel, der Gattin, —Herrn Otto Rethel, dem Bruder, — Herrn Professor AugustGrahl, dem Schwiegervater des Künstlers, — Herrn ProfessorHermann Hettner, dem Schwager, — und Herrn Joseph Keh-ren, sowie den andern Bekannten, die mich bei Abfassungdieser Blätter durch ihre Mittheilungen trefflich unter-stützt haben, meinen besten Dank, indem ich zugleich hinzu-füge, daß es mir die größte Freude gewährt hat, demunglücklichen Freunde dieses schlichte Denkmal zu setzen.Ein besseres Andenken werden ihm außer den bereits be-kannten Werken seine Arbeiten sichern, von denen die bestenZeichnungen augenblicklich in trefflichen Photographien durchdie Angehörigen veröffentlicht werden.
Köln, an Rethel's Todestag, 1860.
Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.