er sich nicht mehr deutlich ausgedrückt haben. Seine Um-gebung ahnte indeß noch nicht den Beginn der zerstörendenGeisteskrankheit, welche ihn heimtückisch beschlich. Wenner auch mitunter klagte, so zeigte er doch stets einen gutenAppetit und begab sich täglich voll Arbeitslust in seineWerkstätte. Auch konnte er, trotz vielfachen Zuredens, niedazu gebracht werden, in Dresden einen Arzt zu consultiren.Sein Vertrauen stand auf Or. König in Köln, den er beiseiner nächsten Reise an den Rhein um Rath fragen wollte,was er denn auch später ausführtc. Im Frühjahr machteer sich auf den Weg, und ich habe ihn damals in Düssel-dorf, wo er seine Mutter und seine Geschwister besuchte,gesehen.
Es war an einem schönen Frühlingstage, als ich ihmin der Kastanienallee begegnete. Ich kann nicht sagen,daß er mir in seiner äußern Erscheinung besonders ver-ändert erschienen wäre. Als wir uns aber begrüßt hatten,bemerkte ich zu meinem Schrecken, daß ihm die Zunge beieinzelnen Silben stockte. Hin und wieder wußte er sichauch nicht auf gewisse Worte zu besinnen. Gleichwol er-zählte er mir mit großer Lebhaftigkeit von den Leiden desvergangenen Winters. Mit dem tiefsten Bedauern vernahmich die Mittheilnngen über die Krankheit seiner Frau. Fürsich selbst schien er durchaus nicht besorgt, er wähnte,daß jetzt alles überstanden sei. Den Sommer wollte erindeß nicht in Aachen arbeiten, sondern erst jetzt seine ver-spätete Hochzeitsreise nach Italien antreten. Soviel ichmich erinnere, hatte er auch schon von seinem Arzte inKöln die Erlaubniß dazu erhalten. Von demselben warihm überdies der Rath gegeben worden, eine Badecur im