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Dieses ist ganz neu, war vor acht Tagen fertig gewordenund erst viermal darin gespielt. Es ist ganz im Stil desaachener Theater? und ebenso groß. Diesen Abend wurdedie Oper „Titus" aufgeführt; sie war herrlich besetzt. Eswar ein genußreicher Abend. — Den andern Morgennahmen wir Abschied und setzten uns aufs Marktschiff,welches uns nach Frankfurt brachte. Das war wieder einangenehmer Tag. Zn beiden Seiten des Mains die schön-sten Gegenden; besonders links sahen wir fortwährend denTaunus, und nachher im Schiffe eine interessante Gesell-schaft. Es wurde gesungen und gespielt und nichts wieFreiheitslieder. Der dies alles angab, war ein hessischerOffizier. Gegen vier Uhr langten wir in Frankfurt an.Ach, welch eine schöne Stadt, und dieser Reichthnm, derdort ist, die prachtvollsten Straßen, wo sich ein Palast an denandern reiht, die schönsten Kirchen, der Dom, was istdas für ein schönes gothisches Gebäude! Nachher diesesTreiben und Leben; es waren gerade die letzten Tage derMesse, und ein ungeheueres Gedränge war in den Straßen.Am Main entlang standen allein an die hundert Buden;aber was für Buden! Die meisten hatten Schornsteineund einen Stock, wo der Krämer mit seiner Familie darinlebt und wohnt. Und zu allem diesem freudigen Treibenund Weben der Menschen und der Schönheit der Stadtbildeten die Lüstern hohen Stadtgefängnisse, welche von denunglücklichen Studenten bevölkert sind, denen durch hölzerneKasten vor den Fenstern selbst das Licht der Sonne unddes Mondes geraubt ist, einen traurigen Contrast. Nach-dem ich ausgestiegen war und meinen Paß bei einerösterreichischen Hauptwache vorgezeigt hatte, drängten wir