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Beilage 5.
Moritzburgk biss doselbst hyn mit eyner grossen pomp undgebreng eyner procession vorlauffener abtrüniger monche, dieMoritzer lierren zw Halle [genant] aus der pfar-kyrclien s.Mauricij, sunstendt reguläres genant, introducirt und einge-weyset, [welche] sich an den bisschoff geliengkt, ohr klostersampt allen ohren klenodien, gesclimeyde und czyrde vonschonen vergultten grossen sylbern sergen, grossen schetzenund gutthern, der silbern und gülden knochen , so darynnenvor heyligthum gelegen, und kleynodia derselben kyrchen, voneckern, torffern und wysen dem bisschoffe freywilligk, nort[— nur] das sie öffentliche hurerey treyben mochten, wie siees nicht gespart haben, ubergeben und eyngereumet haben undden pfarleutten doselbst eyne vorwuste ledige pfar mit schuldenvorpfendt und vorhafft und in ohrer buberey adder hurereydas redleyn mit öffentlichen huren nortt weydlich getryben.Undt hat alsso derselbie bisschoff als zw brecht*) adder Albrechtzw Halle ein serhe gut wergk gestifft: auss eynem losenfeylosen [wohl = feilen] meusen-nest ein gross ratten-nest,gemacht und die schwetzer predicatorum monche auss ohremkloster in das Moritzkloster vorsteckt, also mit den monchengespilet wie ein ros-teusscher, welchs ehr vor czeytten wollhette lassen müssen und nicht dem geringsten nol-bruder 1 2 ) hettedorffen stair ansehen — —.
Beilage 5.
5. Febr. 1536 .
Mgd. A., Erzst. M. II 791, fol. 28.
Der Stiftspropst Vehe thut kund, dass mit Bewilligung Albrechtskünftighin die Statutengelder zu zwei Dritteln an die Kirchen-fabrik fallen, ], H unter die Stiftsherrn verteilt werden soll, dassauch die Einkünfte aus der erzbischöflichen Jurisdiction ansStift fallen und dass 3 Kästen in oder neben der Sakristeiauf gestellt werden sollen zur Aufbewahrung des Geldes und der
Urkunden,
1) Zubrechen — zerbrechen.
2) Ein Laienbruder, der die Küchendienste im Kloster thut (Grimm,Dt. Wörterbuch VII 878).