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Adler einen Herzschild mit dem goldnen Scepter anf blauemFelde, der den Brandenburgisclien Kurfürsten zukommt.Auch ist ein silbernes Petrusbild bereits in den Inventarenvon 1513 und 14 aufgeführt. Wir dürften hier wohl viel-mehr ein Heirats- oder Frauenwappen vor uns haben, welchesdas Geburtswappen seiner Trägerin mit dem ihres Gattenvereinigt, wobei letzteres den Vorrang hat: wir kommendamit auf die Mutter Albrechts, Margarete, die Gemahlin desKurfürsten Johann Cicero, eine Tochter Herzog Wilhelms III.von Sachsen (f 1501). —
So sind es einer Chronik zufolge 57 Eeliquiare aus ErnstsNachlass gewesen ’), die Albrecht wenige Tage nach seinerWeihe zum Magdeburger Erzbischof (2. Juli 1514) gegendas Versprechen, die Schulden des Vorgängers zu bezahlenund die Kleinodien beim Stifte Magdeburg — also nicht not-wendig beim Dome — zu lassen, vom Domkapitel erhielt ä j. Esist wohl bereits die Überführung derselben beabsichtigt ge-wesen, wie denn dem eben erwähnten Chronisten eine zwei Tagespäter ausgestellte Urkunde Vorgelegen hat, Avorin wie scheintausdrücklich von der Aufstellung des Heiligtums in Halle dieRede war, Avälirend dasselbe nach des Erzbischofs Tode nachMagdeburg zurückgebracht werden sollte 1 2 3 ). Somit lag fürAlbrecht kein Hindernis vor, diese Kleinodien nach der Moritz-burgkapelle zu Halle überführen und den bereits von Erz-bischof Ernst dort aufgespeicherten Schätzen beizufügen. Wohldie so vereinigten Kleinodien sind es, welche die Zeitgenossenauf „20 000 Goldgulden und mehr“ schätzten, allerdings ein-schliesslich der kirchlichen Geräte, doch ist dabei ein mit Goldund Edelsteinen geschmückter Kelch von bewundernsAverterArbeit, der das stattliche Gewicht von 10 Mark aufAvies —
1) Cresses Annalen V fol. 72.
2) Beilage 23. Über ein drittes A^ersprechen s. S. 7, N. 2.
3) Der Abschnitt bei Oresse (fol. 72) ist ziemlich verwirrt. Währender am Anfang von Unterhandlungen vom Donnerstag, 6. Juli — also demTage der Ausfertigung unsres Aktenstückes —, spricht, giebt er znmSchluss an: „geschehe am Sonnabend nach Dlrici“ (8. Juli). Letzteresweist doch offenbar darauf hin, dass ihm eine Urkunde von diesem Tagevorlag, wie er ja auch sonst Urkunden seinem Texte einfügt. Zugleichgiebt er — auch nach jener Urkunde — an, dass noch 24 Stücke im Domzu Magdeburg verblieben seien.