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lehrt, die auf den Heiligen oder auf die Bedeutung des Festessich beziehenden Reliquien teils auf dem Hochaltar teils aufden Altären des Schiffs aufgestellt 1 ) und so eine besondreVerehrung derselben ermöglicht. Hatte man von dem Heiligendes Tages keine Reliquien, so stellte man welche von ver-wandten Heiligen auf, wie solche auch zur Vermehrung desSchmuckes an den Tagen besonders hervorragender Heiligeroder an kirchlichen Festen dienten. Denn nach der Bedeutungdes Festes richtete sich auch die Zahl der aufgestelltenReliquien. An den Festen mit grossem Geläut (festa maiorispraepulsationis) sollen, wie das Breviar von 1532 vorschreibt,sämtliche Plenarien, damals 12, — wohl auf den Hochaltar —„aufgesetzt“ werden und zwar mit einigen silbernen Tafelnzusammen auf zwei „Bänke oder Staffeln“, die gleich zweiTreppenstufen auf dem Altartisch, wohl längs der hinterenXante desselben, zu stehen haben, während die Mitte desAltars für die Kleinodien „mit dem heiligthumb de festo“bestimmt sind. An den „Festen mit kleinem Geläut“ gelangennur 10 Plenarien zur Aufstellung, zwischen denen das „heiligtumbvom feste“ den mittelsten Platz der obersten Bank einnimmt,und die grossen Apostelfeste müssen sich mit 7 Plenarien be-gnügen. „Das gantz heiligthumb“ aber wurde nur zu denbedeutendsten Kirchenfesten (nicht zu allen festen mit grossemGeläut) aufgestellt: am Ostersonntag, zu Pfingsten, am Fron-leichnamsfeste, am Tage Mariä Magdalenä, zu Mariä Himmel-fahrt, am Moritztage und zu Weihnachten. Einmal im Jahrewurde dieses ganze Heiligtum Stück für Stück dem Volkeöffentlich und feierlich vorgezeigt, an einem besonderen denReliquien geweihten Feste, wovon wir bereits hörten (S. 237),
1) ln der Regel wurden, wie scheint, die Reliquien auf den Hochaltargestellt , was in einigen Fällen (Neue Mitteilungen XV S. 25. 32.) aus-drücklich angegeben wird, am Charfreitag wird der Kreuzaltar durch Auf-setzung von Reliquien besonders geschmückt (S. 23), doch werden auch„patrocinia“, wohl Heiligtum von den Patronen, auf den Altären „extrachorum“ aufgestellt, wozu dann jedesmal die silbernen Brustbilder derApostel Peter und Paul und ein vergoldetes Kreuz gestellt werden sollen,die auch in der Fastenzeit auf den Altären, vor welchen man den Ablassder römischen Stationskirchen erlangen kann, zu stehen haben (S. 35). Särgemit Heiligtum wurden dagegen mit Vorliebe auf die Tumba in der Mitteder Kirche gesetzt. Das ist alles, was wir über den Ort der Aufstellungerfahren.