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Cardinal Albrecht von Brandenburg und das Neue Stift zu Halle : 1520 - 1541 ; eine kirchen- und kunstgeschichtliche Studie
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einem andern, wohl gleichfalls Leipziger Händler, LorenzVillani, hat der Cardinal schon in den Jahren 1525 und 1528kostbare Sammete und Zobelpelze erhalten 1 ). Aber auchdirekt aus Italien liess sich Alb recht derartige Dinge kommen:so besorgten ihm die Welser seidene und wollene Stoffe, zweiKisten voll, zu Venedig für 1500 Dukaten und schickten sieihm nach Halle 2 ).

In seiner Rechnung erwähnt Anton Schenitz mehrfach, dass„meister Jobst der Schneider“ die Stoffe bei ihm geholt habe.Dieser ist auch in Hans Schenitz’ Rechnung (Beilage 9) häufiggenannt, er arbeitet unter anderm an einem Himmel — jeden-falls demselben, der später in der nämlichen Rechnung als„der Himmel im Stift“ bezeichnet wird — und an Teppichenund ist wohl als Albrechts Hofschneider anzusehen, neben demallerdings laut derselben Rechnung auch noch ein MeisterJorg, ein Meister Peter und ein Hans PTidericli, sämtlichSchneider, für den Cardinal beschäftigt sind. Aber MeisterJobst wird nicht nur hier am häufigsten genannt, sondernnoch 1542 lebt er, den der Kurfürst zuvor „zu seinen Kleidernund der Kirche Ornaten“ gebraucht hat, allem Anschein nachin der Moritzburg 3 ). Früher, im Jahre 1519, hatte Albrecht

1) Lorentz Villani berechnet in einem Briefe an Albrecht, Leipzig-,26. April 1525, sein Guthaben für Lieferung- von gezogenem goldenem undsilbernem Stück (wohl Brokat), von Sammet und Atlas auf 179 fl. 3 Ort,wozu noch 500 fl. kommen, die Albrecht „nach laut des vertragens“ dem-nächst zu zahlen hat; ausserdem bietet er Albrecht „ein rotli kremesyntoppelsameth, samet auff sameth“, an, da ihn Schenitz zu Frankfurt nachsolchem gefragt habe. — Am 24. Februar 1528 (Leipzig) beantwortet Villanieine Anfrage Albrechts (gegeben Mainz, Sonnabend nach PurificationisMariae = 8. Februar) über den Preis von Zobel dahin, dass „solliche sechstzymer tzobel 800 golden werd sein“, der beste 180, der nächste 170, dann150, 140 und der 5to und 6 tu 80 fl. — Magdeburger Archiv, Erzst. Magde-burg II 12, fol. 1 und fol. 4.

2) Beilage 21.

3) Hans von Zehn an den Magdeburgischen Coadjutor Johann Albrecht,Mainz, 24. Nov. 1542: — — Uff die neben puncten ist mir antwort worden,nemlich die Luterische wiuckelprediger im schloss belangend. Haben seincli. f. g, [churfürstliche gnaden] hievor gebraucht zu Halle ztumstiekwerck Mantua den sey densticke r, Caspar Dra-bauten zum rauclnverck und gefiell /= Felle; Pelzfutter] irerklaider, dergleichen Jobst schneydern zu iren klaidern und derkirchen ornaten sambt andern. Dieweil aber ire cli. f. g. ire klaider undgefuel herauss furen lassen und auch den mehern tail der ornat, bedorff

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