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das in 9 Felder geteilte Wappen Albrechts trägt, in der Mitteden Herzscliild mit den drei Stiftswappen, von denen dasMagdeburger den ersten Platz einnimmt. Dies Bild stammtsomit aus der Magdeburger Erzdiöcese und da aller Wahr-scheinlichkeit nach aus Halle, aus der Kirche des NeuenStiftes. Hier finden wir nach dem Inventar von 1525 (S. 52*)auf dem den Engeln geweihten Altar:
Eyne schone taffel von welscher arbeitt, mitt eyner künst-lichen gemalilten barmhertzigkeit.
Der Altar, der dieses Gemälde trug, hatte seinen Platz nebendem Kreuzaltar am Lettner, also an sein' bevorzugter Stelle.Dazu weist seine Bezeichnung als „Engelaltar“ darauf hin,,dass er bei der Messfeier eine, hervorragende Eolle spielte.Wird doch im selben Inventar das h. Sakrament „Brot derEngel (panis angelorumj“ genannt (s. o. S. 167) und .findet dochbei der Messe selbst eine Anrufung der Engel statt! EinemAltar aber, welcher der Feier der Messe diente, konnte keinpassenderer Schmuck verliehen werden als die Darstellungeiner ganz besonders ausgezeichneten Messfeier, wie es derTradition nach die durch das Erscheinen des Erlösers selbstverklärte Messe des h. Gregor war. Das Hauptmonient der-selben , die Erscheinung Christi, konnte man dann sehr wohlherausheben und als „Barmherzigkeit“ bezeichnen, wie es imInventar geschieht. Nur die Angabe, die Tafel sei „vonwelscher Arbeit“, ist befremdend, da wir doch allem Anscheinnach das Bild eines deutschen Meisters vor uns haben. Viel-leicht aber dürfen wir hier dasselbe annehmen wie bei zweiandern Gemälden des Inventars, die nur „auf welsche Artausbereitet und verfasst“ waren (S. 52*). Das aber trifft aufdie Darstellung der Gregorsmesse, die wir für Halle in anspruchgenommen haben, in hohem Masse zu, namentlich die im Bildegegebene Architektur gehört durchaus dem Formenschatze derRenaissance an.
Die zweite Darstellung desselben Gegenstandes wird ver-mutlich eine Kirche des Mainzer Sprengels geschmückt haben.
Der Meister dieser beiden Tafeln ist jedoch schwerlichderselbe wie der der 6 Altarflügel; Janitschek betont, dassder Einfluss Cranaclis auf ihn viel überwiegender sei als beijenem.