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armis Christj“, die den Altar beatae virginis zierte, ist kaumanzunelimen, doch kann es nicht auffallen, wenn sich in einemder Jungfrau Maria geweihten Chore zwei Darstellungen derGottesmutter vorfinden. Befremdlich ist, dass am Schlüsseunsres Inventariums noch ein „Altar im kleinen Chor“ miteiner „gemalten Tafel“ erwähnt, für den Gegenstand des Ge-mäldes ein Kaum leer gelassen und dann mit der Beschreibungder Umgebung des Altars von Leuchtern etc. begonnen wird,was aber alles wieder ausgestrichen ist. Ist dieser Altaridentisch mit dem der heiligen Jungfrau geweihten Ciborien-altar und der Schreiber hat jene Zeilen, als er gewahr wurde,dass er den „Altar im kleinen Chor“ schon beschrieben hatte,wieder ausgestrichen, oder stand etwa noch ein zweiter Altai'im kleinen Chore? Letztere Möglichkeit könnte man vielleichtdamit begründen , dass an jener schon erwähnten Stelle, woein „Chor beatae virginis“ genannt ist, von Antependien, ineben diesen Chor gehörend, die Rede ist, von denen 5 Mal jezwei gleichfarbig sind und nur 1 Mal ein einzelnes vorhandenist. Doch halte ich die Identität des „Altars im kleinen Chor“mit dem „beatae virginis“ für wahrscheinlicher, muss allerdingsdann die Erklärung für die paarweise Zusammengehörigkeitder Antependien schuldig bleiben.
Wo aber haben wir den kleinen Chor zu suchen?
Von der von Erzbischof Ernst geplanten Stiftung erfahrenwir, dass sich der kleine Chor ad latus superius ecclesiae, ander oberen oder höheren Seite, das heisst doch wohl an derChorseite der Kirche befinden sollte (S. 175, N. 2). Wir dürfendiese Bestimmung zwar nicht ohne weiteres von der Moritz-burgkapelle auf unsre Kirche übertragen, aber wir sehen dochdaraus, dass ein Gleiches auch in unsrer Kirche möglich, javielleicht wahrscheinlich war. Nun haben wir hier zu denSeiten des Vorchors in den östlichen Teilen der Seitenschiffezwei besondere Räume, vom Schiff abgetrennt, von denen dereine, wie wir sahen, die Kapelle omniuin sanctorum bildete,der andere aber, der südliche, wird dieser „kleine Chor“ ge-wesen sein.
Er steht im Gegensatz zum „grossen Chor“, der das Chor-haupt , Sanctuarium, und den Vorchor, der auch schlechthin„Chor“ genannt wird, umfasst is. o. S. 168). Sein Zweck aber